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„Max Minsky und ich“, das ist das liebevoll gezeichnete Porträt eines jungen Mädchens, bei dem sich die behütete Kindheit langsam verabschiedet und das richtige Leben erstmals so richtig zeigt, dass es voller Entscheidungen steckt, die wir treffen müssen und die auch noch Konsequenzen haben. Doch als ob das langsame Heranwachsen zum Teenager noch nicht genug wäre, ist da außerdem die Welt der Erwachsenen, die mit all ihren Sorgen und Nöten auf die 13-Jährige hereinprasselt“

Der Max Minsky & ich Trailer

Max Minsky & ich – die offizielle Film Webseite

Der Film

Die sportlich wenig begabte Nelly will ihr Idol treffen

Die 13 Jahre alte Nelly (Zoe Moore) ist das Mädchen, das nie sonderlich viel Aufmerksamkeit von ihrer Umwelt erfährt, denn sie ist die typische Einserschülerin, die auch lieber Bücher liest, als mit Freundinnen durch die Shopping-Malls zu ziehen. Dazu kommt ihre große Leidenschaft, die Astronomie. Die verbindet sie auch mit ihrem heiß geliebten Idol, dem süßen 16-jährigen Prinz Edouard aus Luxemburg, und nicht, wie sonst üblich bei Mädchen ihres Alters, Jungs aus der Musik- und Filmszene. Nun kommt es, dass die Mädchenmannschaft ihrer Schule zu einem Basketball-Turnier nach Luxemburg eingeladen wird, bei dem ausgerechnet ihr Prinz Edouard die Schirmherrschaft trägt. Dass sich eine solche Chance, ihr großes Idol zu treffen, nicht alle Tage ergibt, ist auch Nelly bewusst.

Sie muss unbedingt ins Basketball-Team

Allerdings, wie so oft bei Einserschülern, ist ausgerechnet Sport nicht ihre Leidenschaft und folglich passen die Leistungen überhaupt nicht, um in das Basketball-Team aufgenommen werden zu können. Also muss ein Plan her. Den findet sie schließlich in Max Minsky (Emil Reinke), einem Nachbarsjungen, der eben erst hergezogen ist, ganz gut aussieht, in der Schule das Gegenteil von Nelly, dafür aber ein wahres Sportass ist. Also schmiedet sie mit seiner Mutter, Melissa (Susanna Simon), einen gewagten Plan: sie hilft dem Jungen bei den Hausaufgaben und sieht zu, dass sich seine schulischen Leistungen verbessern, während er ihr auf dem Sportplatz Basketball näher bringen soll. Das an sich ist ja alles schon eine schwierige Aufgabe für die 13-jährige Nelly. Doch als junge Jüdin steht bei ihr die Bat Mizwa an, die Aufnahme in die jüdische Gemeinde.

Die Probleme nehmen ihren Lauf

Zum Leid ihrer Mutter Lucy (Adriana Altaras) gibt sich Nelly lieber als Atheistin aus, besonders, weil für sie die Religion eben viel wichtiger als alles andere ist. So nimmt das Unheil langsam seinen Lauf. Sie verbringt so viel Zeit mit Max, um Basketball zu üben, dass sie aus dem Hebräisch-Unterricht, der für die Bat Mizwa wichtig ist, geworfen wird. Natürlich ist das zuviel für ihre New Yorker Mutter. Zu allem Überdruss fängt nun ihr Vater Benny (Jan Josef Liefers) noch eine Affäre mit der Mutter von Max an. Als das rauskommt, trennen sich ihre Eltern, bei denen schon von Anfang an zu sehen ist, dass es längst nicht mehr rund läuft. Für eine 13-Jährige ist das dann doch auf einmal alles ziemlich viel. Außerdem bringen sie die ganzen Ereignisse zu dem Punkt, wo sie vor wichtige Entscheidungen gestellt wird.

Ein sehr realistischer Film


„Max Minsky und ich“ basiert auf dem mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichneten Roman „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“ von der Autorin Holly-Jane Rahlens, die auch das Drehbuch zum 2007 produzierten Film geschrieben hat. Mit viel Verständnis fürs Detail verbindet der Film all die wichtigen Dinge im Leben eines Teenies miteinander: die erste Liebe, wahre Freundschaft, Religion und die Probleme der Erwachsenen – von den Lehrern bis hin zu den eigenen Eltern. Dann natürlich auch noch die Selbstfindung, die jeder in diesem Alter erlebt. Dabei vergisst der Film nicht, die normalen Alltagsprobleme und Sorgen mit einzuflechten, sodass aus „Max Minsky und ich“ ein sehr realistischer Streifen wird. Darüber hinaus gibt der Film interessante Einblicke in die jüdische Kultur des modernen Berlins.