Max Minsky und ich - Darsteller und Macher
VOR DER KAMERA
ZOE MOORE
als Nelly Sue Edelmeister
Geboren wurde Zoe im April 1993 in eine Familie von Filmemachern – sie ist die Tochter von Elke Weber-Moore und Eoin Moore. Zoe spielte in diversen Filmprojekten ihrer Eltern, darunter PLUS-MINUS NULL (1997/98), STORNO (2001), PIGS WILL FLY (2002), PLÄNTERWALD (2005) und IM SCHWITZKASTEN (2005). Außerdem war sie u. a. in Max Färberböcks SEPTEMBER (2003) und Ulrike von Ribbecks CHARLOTTE (2004) zu sehen und stand auch bereits in einigen Theateraufführungen auf der Bühne. Zoe spricht Englisch als Muttersprache und liebt Reiten, Lesen und Tanzen.
EMIL REINKE
als Max Minsky
Emil Reinke wurde 1990 in Berlin / Prenzlauer Berg geboren. Nach einem Kurzfilm und einem Auftritt in einem Musikvideo wurde er 2005 für eine der Hauptrollen in der mit Preisen bedachten ARD Serie „Türkisch für Anfänger“ ausgewählt. Emil liebt Sport und ist ein guter Basketballspieler. In der Rolle des Max Minsky gibt er sein Kinodebüt.
ADRIANA ALTARAS
als Lucy Bloom Edelmeister
Adriana Altaras wurde in Zagreb geboren, wuchs in Italien und Deutschland auf. Sie studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin und an der New York University. Die Mitbegründerin des Theaters zum Westlichen Stadthirschen in Berlin war dort jahrelang als Darstellerin, Autorin und Regisseurin tätig, hinzu kamen Schauspiel-Engagements am Maxim-Gorki-Theater und an der Freien Volksbühne Berlin, am Theater Basel, in Konstanz und Stuttgart. Mit ihrem ersten Solostück „Jonteff“, das sie selbst geschrieben hat, gastierte sie nicht nur in zahlreichen deutschen Städten, sondern auch in Österreich, Ungarn und Brasilien. Als Regisseurin inszenierte sie unter anderem in Berlin, Stuttgart, Potsdam und Augsburg Dramen, Opern, Musicals und Operetten, oftmals in eigenen Bearbeitungen und/oder mit Kindern, alten und gehandicapten Schauspielern.
Ihre Filmografie als Schauspielerin umfasst zahlreiche Kino- und TV-Produktionen wie Rainer Kaufmanns KALT IST DER ABENDHAUCH (1999), Claudia Prietzels DER PUPPENGRÄBER, Dirk Kummers GESCHLECHT WEIBLICH, Dani Levys ALLES AUF ZUCKER, Dror Zahavis SCHLIEMANN UND SOPHIA sowie diverse Filme von Rudolf Thome, darunter DER PHILOSOPH (1989) und zuletzt RAUCHZEICHEN (2006). Für ihre Darstellung wurde Adriana Altaras bereits mehrmals ausgezeichnet, 1988 erhielt sie den Bundesfilmpreis, 1993 den Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen und als Mitglied des Ensembles von PARADISO (1999, Regie: Rudolf Thome) bei der Berlinale 2000 den Silbernen Bären. In diesem Jahr war Adriana Altaras im Kino in MEIN FÜHRER und in DER VOLLIDIOT zu sehen.
JAN JOSEF LIEFERS
als Benny Edelmeister
Jan Josef Liefers wurde 1964 in Dresden als Sohn eines Regisseurs und einer Schauspielerin geboren. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Ost-Berlin, Theater-Engagements in Berlin und Hamburg folgten. Sein Kinodebüt gab Liefers als Forschungsreisender Alexander von Humboldt in dem historischen Abenteuerdrama DIE BESTEIGUNG DES CHIMBORAZO
(1989), danach war er in DER FALL Ö. (1990) zu sehen. Nach der Wende erlebte er seinen Durchbruch neben Til Schweiger in KNOCKIN' ON HEAVEN'S DOOR (1996), unmittelbar gefolgt von Helmut Dietls Mediensatire ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (1996). Die Rolle brachte ihm 1997 den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller. Zu seinen Kinorollen zählen außerdem CHARLIE & LOUISE – DAS DOPPELTE LOTTCHEN (1993), SIEBEN MONDE (1998), KAI RABE GEGEN DIE VATIKANKILLER (1998) sowie 666 - TRAU' KEINEM, MIT DEM DU SCHLÄFST (2001). Im Fernsehen machte Liefers bereits in der Serie „Die Partner“ auf sich aufmerksam, ehe er seit 2002 in der „Tatort“-Reihe dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Karl-Friedrich Börne aus Münster seinen unverwechselbaren Stil verleiht. In Erinnerung bleiben die TV-Movies „Halt mich fest!“ (1999), „Das Wunder von Lengede“ (2004), „Die Nachrichten“ (2005) und „Die Sturmflut“ (2005). Zuletzt war Liefers in „Der Untergang der Pamir“ (2006), „Nachtschicht: Der Ausbruch“ (2006) und „Frühstück mit einer Unbekannten“ (2007) zu sehen.
Sein Regiedebüt gab der Schauspieler 1998 mit der TV-Liebeskomödie „Jack's Baby“, wo er an der Seite von Veronica Ferres auch die Hauptrolle übernahm. 2000 wurde er dafür mit dem Bayerischen Fernsehpreis geehrt. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der Baden-Badener Spezialpreis für „Halt mich fest!“ und der Adolf-Grimme-Preis für „Das Wunder von Lengede“ (2004) sowie eine weitere Nominierung für den Tatort „Der dunkle Fleck“ (2003). Mit seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Anna Loos („Halt' mich fest!"), hat Liefers seit Oktober 2002 eine Tochter.
MONICA BLEIBTREU
als Risa Ginsberg
Nach ihrer Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar wirkte die 1944 in Wien in eine Künstlerfamilie geborene Monica Bleibtreu kontinuierlich auf dem Theater. Sie gehörte zum legendären Ensemble der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, spielte am Burgtheater in Wien, den Münchner Kammerspielen, dem Schauspielhaus Zürich und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. 1969 stand sie für den Fernsehfilm „Change“ erstmals vor der Kamera, Peer Rabens ADELE SPITZEDER (1972) folgte. Im gleichen Jahr wurde sie für ihre schauspielerischen Leistungen mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. In den 80er-Jahren machte sie sich rar, spielte aber in Michael Hanekes VARIATION (1983) und später seiner Kafka-Adaption DAS SCHLOSS (1997) sowie Helke Sanders DER BEGINN ALLER SCHRECKEN IST LIEBE (1984). Zwischen 1993 und 1998 hatte Monica Bleibtreu eine Professur für Schauspiel an der Hochschule in Hamburg inne.
Ihr Comeback begann 1998 an der Seite ihres Sohnes Moritz (aus der Beziehung mit dem Schauspieler Hans Brenner) mit einer kleinen Rolle als dessen Filmmutter in Tom Tykwers Kinoerfolg LOLA RENNT. Ihre kraftvolle Präsenz macht Bleibtreu zur begehrten Darstellerin eigenwilliger Charaktere. Im Fernsehen überzeugt sie ebenso als dominantes mütterliches Familienoberhaupt (in Heinrich Breloers „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ – ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold 2002), als tückisch brummige Bäuerin („Verlorenes Land“) oder Brechts Geliebte Helene Weigel in „Abschied“. Ihre bewegende Darstellung in Rainer Kaufmanns „Marias letzte Reise“ (2005) brachte ihr den Bayerischen und den Deutschen Fernsehpreis ein. Auf der großen Leinwand war Monica Bleibtreu u. a. als Walpurgia im Kinder-Erfolg BIBI BLOCKSBERG (2002) zu sehen. Demnächst ins Kino kommt Nicolette Krebitz’ DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD (2007). Ein Höhepunkt in der Karriere von Monica Bleibtreu ist die Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin in Chris Kraus’ Drama VIER MINUTEN (2006), für das sie auch den Bayerischen Filmpreis erhielt.
ROSEMARIE FENDE
L
als Frau Goldfarb
Die anerkannte Theater-, TV- und Filmschauspielerin und Regisseurin wurde 1927 in Metternich bei Koblenz geboren. Nach dem Krieg nahm sie privaten Schauspielunterricht und debütierte 1964 an den Münchner Kammerspielen. Vor allem ihre Stimme macht Rosemarie Fendel unverwechselbar. Mit dieser Stimme wurde sie begehrte Synchronsprecherin für u.a. Elizabeth Taylor, Sophia Loren und Jacqueline Bisset. Sie gehörte zu den Wegweisern des Neuen Deutschen Films der 60er- und 70er-Jahre. Ihr Lebensgefährte Johannes Schaaf führte Regie bei den drei gemeinsamen Filmen TÄTOWIERUNG (1967), TROTTA (1971) und TRAUMSTADT (1973). Sie spielte in MOMO (1985), ÖDIPUSSI (1987), SAMS IN GEFAHR (2003) und war in Helmut Dietls SCHTONK! (1991) als Frau Lentz zu sehen. Ihre umfangreiche TV-Arbeit umfasst drei Jahrzehnte. Dazu zählen Dominik Grafs „Reise nach Weimar“ (1996) ebenso wie der Zweiteiler „Ich schenk dir meinen Mann" (1998), „Der Kommissar“, „Polizeiruf 110“, „Rosa Roth“, „Das Traumschiff“, „Liebe, Lüge, Leidenschaften“ oder „Familie Sonnenfeld“. Mit ihrer Tochter Suzanne von Borsody stand sie u.a. in „Mensch Mutter“ (2004) und zuletzt „Das zweite Leben“ (2007) gemeinsam vor der Kamera. Daneben stand Rosemarie Fendel immer wieder auf den Theaterbühnen in München oder Berlin, Frankfurt oder Wien, teils mit eigenen Inszenierungen. Für TROTTA wurde die Schauspielerin, die am 25. April ihren 80. Geburtstag feierte, 1972 mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet – die Goldene Kamera, den Grimmepreis in Gold und ein Bundesverdienstkreuz hat sich Rosemarie Fendel ebenfalls erarbeitet.
HILDEGARD ALEX
als Frau Lewi
Die Theater-, Film- und Fernsehschauspielerin wurde 1942 in Teplitz-Schönau geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch spielte sie u. a. an der Volksbühne Berlin, am Wiener Burgtheater und am Schauspielhaus Hamburg. Über 100 Film-Rollen gehen auf ihr Konto, ebenso zahlreiche Hörspiel-Aufzeichnungen. Einem breiten Publikum wurde sie v.a. durch die TV-Serien „Polizeiruf 110“ und „Die Anstalt – Zurück ins Leben“ sowie das TV-Movie „Der Staatsanwalt hat das Wort“ bekannt. Hildegard Alex spielte außerdem in dem 12-Teiler „Klemperer – Ein Leben in Deutschland“, „SOKO Leipzig“ und war zuletzt in „Hilfe, meine Tochter heiratet“ zu sehen.
SUSANNA SIMON
als Melissa Minsky
Geboren wurde Susanna Simon 1968 in Alma Ata in Kasachstan. Die große Schwester der Schauspielerin Maria Simon absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Neben russisch und englisch beherrscht sie den Berliner und den Sächsischen Dialekt perfekt. Sie spielte an diversen Bühnen, u. a. in Berlin am Maxim Gorki Theater, Schillertheater und Deutschen Theater sowie den Münchener Kammerspielen. Im Fernsehen war sie seit 1990 in zahlreichen Rollen zu sehen, darunter Margarethe von Trottas „Jahrestage“ und „Winterkind“, „Der Verleger“, „Zur Zeit zu zweit“, dem Zweiteiler „Die verlorene Tochter“ mit Richard Chamberlain, „Lautlose Jagd“ von Vivian Naefe, Achim von Borries’ „Der Elefant“ sowie Zoltan Spirandellis „Geküsst wird vor Gericht“ und „Albert – mein unsichtbarer Freund“. Sie war außerdem mit von der Krimi-Partie in Matti Geschonnecks „Polizeiruf 110 – Lauf oder stirb“, Sigi Rothemunds „Kommissar Brunetti“ und Karola Hattops „Polizeiruf 110 – Heimkehr in den Tod“. Auf der großen Leinwand sah man Susanna Simon u. a. in LENZ (1991), den sie auch koproduzierte, MESMER (1993) von Roger Spotiswood, Hal Hartleys FLIRT (1994), LIEBE, LEBEN, TOD (1995) von Matthias Allary sowie WASCHEN, SCHNEIDEN, LEGEN (1999) von Adolf Winkelmann.
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