Max Minsky und ich - Filmenstehung

Lade ein Bild von Dir hoch und schon kannst du Nelly und Max in dein Bild einbauen.

1. Das Drehbuch

Das ist Holly Jane Rahlens, die Autorin des Romans „Prinz William, Maximilian Minsky und ich“, auf dem die Filmgeschichte beruht. Sie hat auch das Drehbuch geschrieben. Wir haben uns entschieden, Prinz William von England mit einem fiktiven Prinzen zu ersetzen, da uns das mehr Freiheiten in der Geschichte gab, und unser „ Prinz Edouard“ (so nannten wir ihn) konnte auch von einem Jungen gespielt werden – der echte Prinz William hätte das sicherlich nicht gemacht...
Deswegen heißt der Film nun auch „Max Minsky und ich“.

In einem Drehbuch steht, was in jeder Szene geschieht und die Darsteller dabei sprechen. Unser Drehbuch hatte insgesamt ungefähr 100 Szenen, die an teilweise unterschiedlichen Orten spielen. Diese Drehorte (auch „Motive“ genannt) mußten erstmal in Berlin gesucht werden, wobei natürlich wo etwas wie die jüdische Synagoge nur zwei Mal in Berlin existiert.

2. Die Produktion

Das sind die Produzentin Maria Köpf (links) und rechts die Regisseurin Anna Justice. Maria hat bei Holly Jane Rahlens das Drehbuch in Auftrag gegeben, nachdem sie den Roman las und ihn super fand. Die Produzentin muß auch das Geld für einen Film auftreiben und sucht dann einen Regisseur, der zu einer Geschichte passt, das war in diesem Falle Anna. Eine Regisseurin sucht dann die Schauspieler aus, probt mit ihnen und entwickelt mit ihrem Kameramann Ideen, wie sie das Drehbuch filmen wollen. Im Sommer 2006 war es dann so weit! Die Dreharbeiten konnten beginnen.

3. Das Casting

Es war natürlich wichtig, eine Nelly und einen Max zu finden, die gut schauspielern können, und denen man gerne zusieht. Wir haben nach längerer Suche (das nennt man „Casting“) Zoe Moore für die Hauptrolle der Nelly gefunden und waren darüber sehr glücklich! Sie hatte schon in einem Kurzfilm mitgespielt und ist eine sehr begabte junge Schauspielerin.

Fast gleichzeitig wurden wir auch auf Emil Reinke aufmerksam. Die beiden paßten wunderbar zusammen. Emil konnte auch schon etwas Basketball und hat das dann im Trainig bei der Jugendmannschaft von Alba Berlin verbessert. Zoe ist eigentlich ein sportliches Mädchen und nicht so ungeschickt, wie sie im Film manchmal ist. Sie spielt Fußball. Das Basketball-Spiel hat sie schnell erlernt.

4. Kostüme

Hier sieht man Zoe Moore mit der Regisseurin Anna und der Kostümbildnerin Beate Scheel (links), die alle Kostüme für unsere Nelly ausgesucht hat. Hier besprechen Sie gerade ein Kostüm für den nächsten Tag. Beate hält noch einige verschiedenen Taschen, die ausprobiert wurden, aber im Film ist keine von ihnen zu sehen.

5. Das Film-Set

Hier kann man gut sehen, wie ein so genanntes „Film-Set“ aussieht - das ist der Ort, an dem gedreht wird. Wir waren hier in dem Restaurant, bei dessen Eröffnung Nelly Max zum ersten Mal sieht. Max spricht gerade mit seiner Mutter im Film, Melissa Minsky, das ist die Frau in Weiß. Dahinter kann man die Kamera sehen, sowie eine Lampe (oben). Der Ton wird mit zwei Mikrofonen aufgenommen, die an langen Stangen befestigt sind, das nennt man „Ton angeln“, da es tatsächlich ein bißchen wie eine Angel aussieht. Die Männer werden auch „Ton-Angler“ genannt.
Jeder Schauspieler bekommt ein eigenes Mikrofon, damit seine Sätze gut verständlich aufgenommen sind. Hier wird allerdings noch geprobt, und die Kamera läuft noch nicht, sonst würden die beiden Mädchen im Vordergrund nicht da stehen wo sie sind, sondern sich verstecken.

6. Die Regie

Das ist Anna, die Regisseurin mit Sunny Scheucher und Christof Grumpelt. Der Job von Christof ist es, immer wenn gedreht wird, einen Videorekorder an zu stellen, der an der Kamera befestigt ist. So kann man sich jede Szene gleich nachdem sie gedreht ist, auf Video ansehen, denn das Filmmaterial muß ja erstmal im Kopierwerk belichtet werden.
Sunny hält das Drehbuch - ihr Job heißt „Script und Continuity“, und sie muß darauf achten, daß die Schauspieler ihre Sätze richtig sagen und die sogenannten „Anschlüsse“ im Film stimmen. Zum Beispiel muß ein Requisit auf einem Tisch wie etwa eine Vase immer an der gleichen Stelle stehen, wenn Szenen öfters gedreht werden. Im Schnitt werden die Szenen dann zusammen geschnitten, und es würde auffallen, wenn die Vase mal vorne, links oder hinten auf dem Tisch stünde. Hier sehen sie sich gemeinsam eine Szene nochmal an, und die Regisseurin entscheidet, ob sie ihr gefällt oder sie noch eine weitere Szene drehen will.

7. Licht und Double

Da es manchmal recht lange dauert, bis das Licht vom Oberbeleuchter und seinem Team so aufgestellt ist, daß auch der Kameramann zufrieden ist, arbeitet man mit Doubles, damit die Schauspieler sich ausruhen können. Hier sehen wir ein Mädchen, das das Double von Nelly war. In der Szene wird Nellys Bat Mitzvah in einer richtigen Synagoge in Berlin Charlottenburg gedreht. Die Außenaufnahmen der Synagoge fanden übrigens mit einer anderen Synagoge statt, nämlich in der Oranienburger Straße. Aber im Film, wenn alles geschnitten ist, fällt das nicht auf.

8. Die Klappe

Das ist dann die richtige Szene mit Zoe, wo sie an dem gleichen Platz steht, wie vorher das Double. Die Perspektive ist ungefähr aus der Position der Kamera, von der man noch einige Teile im Vordergrund sieht. Ein Assistent schlägt gleich die Klappe, das ist die Tafel, die er neben Nellys Gesicht hält. Darauf steht die Nummer der Szene und zum wievielten Male sie gedreht wird, damit man sie später im Schneideraum zuordnen kann. Das Klappgeräusch ist auch wichtig, denn damit wird der Ton, der nicht mit der Kamera aufgenommen wird (wie bei einer Videokamera) sondern separat mit einem Tonband dann später auf den Beginn der Szene gelegt wenn man das Geräusch hört und gleichzeitig sieht, daß die Klappe sich schließt.

9. Die Steadicam

Das ist Patrick Kaethner, der die Steadicam Aufnahmen gemacht hat. Das ist ein System, bei dem sich der Kameramann mit einer Art Tragegurt die Kamera umschnallt und damit herumlaufen kann. Er kann damit also zum Beispiel wunderbar den Schauspielern folgen. Eine Kamera ist ziemlich schwer, und man braucht sehr viel Kraft für diesen Beruf.

10. Die Musik

Das ist Anna, wie sie mit Jan Josef Liefers spricht, der den Vater von Nelly spielt. Jan Josef Liefers kann eigentlich nicht Trompete spielen, hat aber die wichtigsten Dinge gelernt, z.B. wie man reinpustet, damit es echt aussieht und dabei die Knöpfe bedient. Es war auch ein richtiger Trompeter beim Drehen dabei, der aufgepaßt hat, daß alles echt aussieht. Die Musik wurde schon vorher aufgenommen und wird beim Drehen vom Tonband abgespielt.
Der Mann mit dem Akkordeon (Julian Maas) ist einer der beiden Komponisten, die die wunderbare Musik für den Film extra komponiert und mit Musikern aufgenommen haben. Seinen Partner Christoph M. Kaiser kann man leider nicht sehen.

11. Der Green Screen

Hier befinden wir uns in einem sogenannten „Green Screen“ Studio. Es wird die Szene des Anfangs des Filmes gedreht, wo Nelly später auf einer Kuppel zu sehen sein wird und über sich das Weltall und die Sterne hat. Für solche Spezialeffekte geht man mit dem Schauspieler während der Dreharbeiten in ein solches Studio, um ihn oder sie aufzunehmen. Die Sterne sind dann später gebaut und hinzu gefügt worden von Juri Stanossek, der alle Spezialeffekte mit den Sternen gemacht hat. Grün ist eine Farbe, die man später nicht an den Kanten sieht, wenn man den Schauspieler „ausschneidet“. Hier sitzt also Zoe auf einer angedeuteten Kuppel, und die Kamera ist an einem langen Kran befestigt, die herum geschwenkt werden kann.
Ngo The Chau während er den Kameraarm im Green Screen Studio bedient.

12. Die visuellen Effekte

Hier sehen wir Juri Stanossek und Jan Burda, die gemeinsam die „visuellen Effekte“ – also unseren Sternenhimmel am Computer entwickelt haben.

13. Das Musik Studio

In solch einem Studio ist der Ton für den Film gemischt worden. Die Töne, die beim Drehen des Filmes aufgenommen werden (wie z.B. die Stimmen der Schauspieler, Geräusche und ähnliches) werden mit extra gestalteten Tönen gemischt, damit der Ton im Kino gut klingt. Und natürlich kommt jetzt auch endlich die Musik hinzu!

14. Die Premiere

Dieses Foto ist bei der Premiere des Filmes in Erfurt aufgenommen! Das Festival heißt „Der goldene Spatz“, und wir haben uns sehr gefreut, daß der Film dort lief, wie man sehen kann!

 

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